Kommunale Lerncenter:
Konzept und modellhafte Erprobung

Machbarkeitsstudie

Die Idee, Kommunale Lerncenter zu konzipieren und modellhaft einzurichten, ist zurückzuführen auf den Wandel der Lernkulturen sowohl bei institutionalisierten Formen des Lehrens und Lernens als auch bei den vielfältigen Arten des lebenslangen, d. h. lebensbegleitenden oder bei den Formen des selbstgesteuerten und auch bei solchen des informellen Lernens. Mit der Etablierung Kommunaler Lerncenter soll auf den Wandel der Lernkulturen nicht nur reagiert, sondern aktiv-gestaltend daran mitgewirkt und so im Bildungssystem Transparenz geschaffen werden.

Für die Machbarkeitsstudie im Rahmen des Projekts „Kommunale Lerncenter: Konzeption und modellhafte Erprobung“, das in der Programmlinie „Innovative Projekte in der Weiterbildung“ von der Baden-Württemberg Stiftung gefördert wurde, sind zunächst ähnliche Ideen zum Themenbereich Lernzentren recherchiert worden. In der Machbarkeitsstudie werden einige Lösungswege bzw. Möglichkeiten aufgezeigt, wie Kommunale Lerncenter verwirklicht werden können. Der Begriff „Bildung“ wird dabei stets im Sinne von Allgemeinbildung gebraucht und das so genannte „lebenslange Lernen“ als lebensbegleitendes Lernen verstanden, ein zentrales Prinzip Kommunaler Lerncenter.

In den theoretischen Konzepten, die einem „Kommunalen Lerncenter“ nahe kommen, werden als unverzichtbare Bestandteile eine Reihe von Komponenten genannt, die für eine Begriffsbestimmung herangezogen werden sollen, da diese wesentlich abhängig ist vom zu erfüllenden Aufgabenkatalog, der sich wie folgt umreißen lässt:

1. Schaffung eines Netzwerksknotens:
a) Lern- und Bildungsberatung (bei Lernenden, Lehrenden und Institutionen) => Installation eines Bildungsnetzwerks und Schaffung einer transparenten Bildungslandschaft
b) Einbindung von Kooperationspartnern => Etablierung eines Kooperationsnetzwerks

2. Realisierung neuer Bildungsformen und -notwendigkeiten => diese haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert, so dass innerhalb einer Kommune verschiedene Bildungswege auf¬gezeigt und ermöglicht werden müssen:
a) individuelle, flexible und selbstverantwortete Weiterbildung im Sinne eines selbstgesteuerten Lernens
b) soziale Lernphasen
c) Lernanlässe und -anreize

3. die Aufgaben der Institution:
a) Service-Leistungen
b) Dienstleistungsangebot für Bildung und Qualifizierung, für Kultur und Freizeit.

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Inhaltsverzeichnis (Auswahl)

Lebensbegleitendes selbstgesteuertes Lernen als zentrales Prinzip

Einen europäischen Raum des lebenslangen Lernens schaffen:
Partnerschaftlich arbeiten, Künzelsau
Lernnachfrage, Mannheim
Angemessene Mittelausstattung, Unteres Remstal

Zugang zu den Bildungsangeboten verbessern:
Reutlingen
Heilbronn
Stuttgart

Neue Lernkultur schaffen:
Calw

Machbarkeitsstudie
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