Schlupfwinkel - Gedok-Ausstellung in Mosbach ...

11. Mai bis 31. Juli 2015

Es scheint, als ob die Welt nicht mehr genug Schlupfwinkel zu bieten hat - sei es bei der Rolle Europas gegenüber afrikanischen Flüchtlingen: „derhalben musz die leut ich fliehen / und in die schlupffwinckel einziehen, / das nicht die schergen nach mir dappen.“ (Hans Sachs) [1] oder im Angesicht des Erdbebens in Tibet: „für einen solchen schlupfwinkel (einen kleinen garten-pavillon), in den sich die götter der erde verkriechen, wenn der gott des himmels zu donnern anfängt“ (Lichtenberg) [2], wobei nicht nur der Himmel grollt, sondern auch die Erde selbst sich - nicht ganz unerwartet - zu Wort meldet.

Mit der Ausstellung „schlupfwinkel_img“ (Flyer.pdf) - zu sehen vom 11. Mai bis 31. Juli 2015 im Bildungszentrum Mosbach - wird das Thema von den Fachgruppen „Bildende Kunst“ und „Literatur“ der Gedok Stuttgart aus verschiedensten Blickwinkeln beleuchtet.
In diesem Rahmen werden auch kurze Textausschnitte von Jutta Weber-Bock aus dem Erzählband „Electronic Harem“ gezeigt, die mittelbar oder unmittelbar das Thema Schlupfwinkel umkreisen.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Montag, 11. Mai 2015 um 19:30 Uhr, sind Sie herzlich eingeladen - persönlich und im übertragenen Sinne: Helfen Sie Kindern in Not, spenden auch Sie für die SOS- Kinderdörfer in Nepal [Nothilfespende] und geben Sie - zumindest dort - den Kinder dieser Welt wieder einen Schlupfwinkel, damit sie das Spielen nicht verlernen.

Kleine "Schlupfwinkel-Galerie" (Bilder von Wolfgang Haenle)

___________________________
[1] vgl. Stichwort „Schlupfwinkel“, Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm
[2] ebd. Grimmsches Wörterbuch